Schon im Stand schnell

Als schnell noch schnell war - Der BMW 323i E21

Die erste Generation des BMW 3er (Werkscode E21) kam 1975 als Nachfolger des BMW 02 auf den Markt und ist noch immer ein Auto was im Stand schon schnell aussieht.

Den BMW 3er gab es nur als zweitürige Limousine und wurde mit Motoren von 1,6 - 2,3 Liter (75 - 143 PS) angeboten. 1983 lief der letzte E21 vom Band. Er ist somit der Urvater aller 3er BMW.

Sportlich, leicht und wendig

Der BMW 323i schafft es in 9,5 s auf Tempo 100 und hört erst bei 190 km/h auf zu beschleunigen. Der Verbrauch von 9,6 Super plus ist bei diesen Leistungen und in Anbetracht der Zeit, aus welcher der E21 stammt, zu verschmerzen.  

Die ersten Modelle des E21 wurden noch ohne die schwarze Kunststoffblende zwischen den Heckleuchten ausgeliefert.

BMW hinten

Mit Doppelscheinwerfer war man schon was

Die Doppelscheinwerfer waren nur den Wagen mit größeren Motoren vergönnt, Fahrzeuge mit den „kleinen“ Vierzylinder-Motoren (315, 316, 318 und 318i) haben einzelne Rundscheinwerfer mit einem Durchmesser von 178mm. Was aber egal war, denn seiner Zeit pachtete der E21 eh die linke Spur auf der Autobahn und wer ihn im Rückspiegel sah wechselte fix auf die rechte Seite. Und so verbindet sich mit dem 3er von BMW untrennbar, die Geschichte von überhöhter Geschwindigkeit und aggressivem Verhalten im Straßenverkehr, der meist jugendlichen Fahrern denn tatsächlich lädt der 3er in nahezu allen Motorisierungsstufen zum Rasen ein.

Übrigens, bis Modelljahr 1980 gab es beim BMW E21 nur eine Innenausstattungs-Variante, erst ab 1981 unterscheiden sich die verschiedenen Motorisierungen durch diverse Details der Innenausstattung. So erhieltenerhielten die Sechszylinder-Modelle höherwertige Polsterstoffe und aufwendigere Türverkleidungen mit Stoffeinsätzen. Drehzahlmesser gab es erst ab 320i in Serie. 

Kann man den heute noch kaufen?

Der (Online) Markt hält noch einige Angebote ab 3.000 Euro bereit, gute Exemplare liegen eher im Bereich von 12.000 Euro.

Wie bei vielen Klassikern sollte man bei Fahrzeugen, die in Händen junger Besitzer waren und Kriegsbemalung, Spoiler und Tieferlegungen oder gar Domstreben aufweisen, genauer hinsehen. Der 318er ist kaum stärker als der 316, häufig jedoch teuer. Der 323er ist Mittlerweile unerschwinglich.