Schlüssel

Young- & Oldtimer Autoverkauf, immer mehr Betrug?

Weite Strecken, ungenaue Auskunft und andere Widrigkeiten.

Wer sich für Young- und Oldtimer interessiert und nicht gerade im Premiumsektor sein Auto sucht, ist meist darauf angewiesen, A: Weite Strecken auf sich zu nehmen und B: Dem Verkäufer zu vertrauen.

Gerade bei alten Autos ist es schwieriger, Betrügereien aufzudecken als bei modernen Automobilen.

Lackierungen zum Beispiel: Kauft man sich ein 2 Jahre altes Auto, bei dem die Seite komplett lackiert wurde, handelt es sich oft um einen Unfall, jedenfalls wird das sicher nicht gemacht, weil der Rost genagt hat. Bei Young- und Oldtimer sind Nachlackierungen völlig legitim, nichts desto trotz kann sich dahinter ebenfalls ein Unfall verbergen.

Ist ein Youngtimer besonders günstig, sollte man sich überlegen warum. Ein paar Gedanken worauf man schauen sollte, wenn man sich einen Youngtimer oder Oldtimer kaufen möchte, lesen Sie hier.

Preis selber ermitteln!

Nicht selten hat ein Verkäufer einen Wunschpreis vor Augen und orientierte sich vielleicht an einem besser ausgestatteten oder älteren Modell. Hier sollte man sich unbedingt die Ausstattung im Vorfeld genau anschauen und mit anderen Angeboten vergleichen.

Wie ist der Zustand des Wagens und was kosten Reparaturen?

Leider kann man den Zustand nicht genau am Telefon oder anhand von Bildern ermitteln, man kann jedoch sehen, wie der Text und die Bilder sind.

War da ein Profi am Werk? Dann schwinden zwar die Hoffnungen das man ein Megaschnäppchen machen kann, aber man kann sich in der Regel darauf verlassen, was da steht oder erzählt wird.

Schwachstellen in Verbindung mit Preis

Bei einem Auto, was 20 - 25 Jahre und älter ist, sollte man sich immer vor Augen halten: Irgendwas ist immer!

Dem Einen stört ein wenig Rostansatz nicht, der Andere legt den Begriff „Patina“ sehr weit aus. Manche sind der Meinung ein Motor muss Öl verlieren und nennt das „Schwitzen“.

Man sollte das Model kennen, für welches man sich interessiert. Bei alten Autos ist es meistens der Rost, dem es gilt auf die Schliche zu kommen.

Lassen Sie sich nicht von „Blendern“ täuschen

Wenn Sie nicht gerade nach einen exotischen Sportwagen suchen, können Sie davon ausgehen, dass das Auto früher auch bewegt wurde. Oft werden Schnäppchen mit weniger als 150.000 Km auf der Uhr angeboten, hier sollte man mal nachrechnen. Autos werden im Schnitt ca. 12000Km im Jahr gefahren, (Diesel mehr) wären also 300.000 Km nach 25 Jahren realistisch. Es sei denn, es stand die letzten 10 Jahre in der Scheune, dann wären es aber immer noch 180.000 Km und bietet einen Grund noch genauer hin zuschauen.

Wie sieht die Innenausstattung aus?

Fehlende Teile können hier richtig ins Geld gehen. Gibt es ein Serviceheft? Und stimmt die Rahmennummer? Gibt es noch Rechnungen? Wer waren die Vorbesitzer?

Was auch nicht schaden kann, ist sich ein Lackschichten Messgerät zuzulegen um herauszufinden, wo der Wagen ggf. schon nachlackiert wurde.

Übrigens: Das Gegenteil der „Blender“ sind die (total) „ehrlichen“ Autos, Autos die Staubig und verdreckt sind, weil der Besitzer keine Zeit mehr hatte den Wagen zu reinigen. Klar, wie soll er auch wissen, dass er Ihn verkaufen möchte?!

Schlechten Lack, defekte Armaturenbretter und vieles mehr kann man so gar nicht erst ausmachen.

Old und Youngtimer- Kauf ist unterm Strich ein Abenteuer und man kann nach (fast) jedem Kauf immer sagen, irgendwas ist halt immer...