Vorsicht Betrug beim Autoverkauf im Internet! Gefahr durch gefaelschtes LogIn Formular

Im Internet sein Auto zu verkaufen geht recht einfach und ist bequem, doch die Gefahr lauert in jeder Ecke.

Mit ein paar schönen Bildern, einen aussagekräftigen Text und den technischen Daten ist eine Annonce schnell erstellt und in der Regel dauert es auch nicht sehr lange bis die ersten Interessenten sich telefonisch melden. Oft wird man nicht einmal eine Minute nach Veröffentlichung angerufen, zumindest gilt das bei begehrten Modellen. Bei nicht so begehrten Autos, oder bei Anzeigen die schon eins bis zwei Wochen online sind, kursiert in letzter Zeit eine neuer Versuch, um an die LogIn Daten registrierter Mobile.de Mitglieder zu gelangen.

So funktioniert die Masche

Sie erhalten eine SMS mit Inhalten wie:

"Ist das richtiger Preis? oder ist ein Betrug? Es gibt 2 gleiche Autos mit unterschiedlichen Preisen : www.mobile.id21849.de"

oder: "Ich will Ihr Auto dieser Woche zu Kaufen! Können Sie mir bitte sagen, ob es die gleiche Eigenschaften wie diese hat: www.mobile.id3217.de"

Wenn Sie dann auf den Link drücken, werden Sie auf eine Seite geleitet, die täuschend echt aussieht, wie die der originalen LogIn Seite von mobile.de.

Wenn Sie Benutzername und Passwort eingeben um das Inserat zu prüfen haben sie dem "Angreifer" ihre Daten übermittelt, das ist ein klassisches Phishing verfahren.

Da ich zunächst nicht wusste, um was es sich hier genau handelt, habe ich mit einem virtuellen PC die Seite besucht und spaßeshalber erfundene Daten eingegeben. Nach Eingabe von offensichtlich falschen Daten erhält man keine Fehlermeldung sondern wird auf die Startseite von mobile.de geleitet. Hier kann man also sehen, es geht um den Diebstahl Ihrer Zugangsdaten!

So könnte es dann weitergehen:

Mit Ihrem Account, dessen Passwort dann geändert ist, so dass Sie sich selbst nicht mehr einloggen können, werden dann Autos angeboten die es gar nicht gibt und Sie haben auch keinen Einfluss darauf! Für einen Interessenten ist es natürlich nicht erkenntlich. Möglicherweise wird Dieser dann aufgefordert, für ein besonders günstiges Auto, aus irgendwelchen Gründen in Vorkasse zu gehen oder eine Anzahlung für eine Reservierung, zu leisten.

Der erste Ärger wird dann wohl zu lasten des bestohlenen gehen...

Wie kann man sich schützen?

Viel Schutz gibt es nicht, aber beachten Sie:

Melden Sie sich grundsätzlich nur über die Ihnen bekannte Seite an und klicken Sie auf keine dubiosen Nachrichten. (Auch wenn die Nachricht einen noch so sehr interessiert, weil sich endlich jemand meldet) Seriöse Interessenten, rufen Sie an oder senden eine Mail oder eine Nachricht mit einer "richtigen" Telefonnummer.